SEN Pro Lebenshilfe-Projekt

Bei ihrer monatlichen Sitzung stand bei der Senioren-Union Altdorf „SEN“ das Thema „Lebenshilfe im Pfaffental“ auf der Tagesordnung. Das Grundstück ist hinter der südlichen Häuserzeile an der Pfaffentalstraße. Der CSU Fraktionsvorsitzende Thomas Kramer informierte über die Diskussion im Stadtrat und dem fehlenden Interesse mit dem Planungsprozess zu beginnen. Genau dieser wäre das Mittel gewesen, um die Bedenken mancher Stadträte aufzunehmen, zu überprüfen und dann von unabhängiger Stelle zu bewerten. Dieses wurde von der Mehrheit des Stadtrates leider nicht gewünscht und daher wurde der Antrag der Lebenshilfe einen Neubau für behinderte Menschen zu bauen leider abgelehnt. U.a. wurde angeführt, dass an dem gewünschten Ort eine Bebauung ausgeschlossen ist. Es ist nirgends niedergeschrieben, dass hier eine Bebauung ausgeschlossen ist. Im Gegenteil, es wäre eine Abrundung der Stadt. Die dem Stadtrat vorgelegte Skizze war nur eine Idee, wie es sein könnte, hier wären noch viele Änderungen möglich gewesen. Leider hat der Stadtrat durch die Ablehnung jegliche weiteren Gespräche unterbunden. Das ebenso angesprochene „Verkehrsproblem“ hätte durch einen Bebauungsplan geklärt werden können, es ist einfach abzulehnen, ohne sich nach Alternativen zu erkundigen. Die SEN war gemeinsam mit Vertretern des Seniorenbeirates vor Ort. Betrachtet man sich das Grundstück, so ist dies ein 140m langer und 30m breiter Streifen Acker, ohne jeglichen Busch, Strauch oder Baum. Wo hier ein „landschaftlich wertvolles Grundstück“ (so die Grünen) sein soll entzieht sich der Kenntnis der Senioren Union Altdorf. Der sogenannte „Idiotenhügel“ zum Schlittenfahren (so die Grünen) ist von der Bebauung nicht betroffen und weit entfernt. Bei einem gemeinsamen Gespräch mit Lebenshilfe-Chef Gerhard John brachte dieser nochmal seine Enttäuschung zum Ausdruck, dass die Lebenshilfe nicht in Altdorf bauen kann, da u.a. 1965 der „Verein zur Förderung geistig Behinderter“ in Altdorf gegründet wurde. Ebenso berichtete Herr John, dass sehr interessante Angebote aus Hersbruck und Röthenbach b. Lauf vorliegen. Herr John wäre dennoch zu Gesprächen bereit, wenn von Seiten der Stadt die Bebauung nochmal überdacht würde und der Widerstand der Nachbarn durch Gespräche entschärft wird. Die Senioren-Union ist für behinderten und seniorengerechte Bebauung in fußläufiger Stadtnähe und bittet alle Beteiligten hier nochmal nachzudenken und die Ablehnung zu überprüfen. Lothar König SEN-Vorsitzender